Dienstag, 15. Juli 2014
Wie ich zum Eishockey kam
Da ich in der Grundschule keine wirklichen Freunde hatte, und ich am Nachmittag immer allein zu Hause war, wollten meine Eltern das ich mich an einen Sportverein anmeldete. Doch da ich mit 3 Männern aufwuchs, war die Entscheidung, welche Sportart ich ausüben möchte, nicht allzu schwer. Ich wollte Eishockey spielen. Denn Ballet war mir zu langweilig, und Fußball zu gewöhnlich. In der Nachbargemeinde gab es ein Eishockey-Mannschaft, denn Eishockeyclub Planegg. Dieser war vor allem mit der Frauenmannschaft sehr erfolgreich. So meldete ich mich dort an.
Aber mit 7 Jahren musste ich erst einmal Schlittschuh laufen lernen. Doch wie sich herausstellte war ich darin ein Naturtalent. Genauso wie in dem Spiel selbst. In dem Verein lernte ich zwei Mädchen kennen. Samantha und Maria. Die beiden wurden später zu meinen besten Freundinnen, aber bis es dazu kam verging einige Zeit. Ich spielte also in einem Verein Eishockey, als ich das in meiner Klasse erzählte, nannten sie mich alle "Junge", dass lag aber nicht nur am Eishockey sondern auch daran das ich kurze Haare trug. Ich war zwar schon im Kindergarten ein Außenseiter gewesen, aber schon in der ersten Klasse war ich ein Mobbingopfer. Man sagt zwar immer das Kinder grausam sein können, aber Erwachsene sagen das immer mit einen sarkastischen Unterton. Aber es stimmt leider. Nun ja das mobben wurde leider nicht besser als heraus kam das meine Großeltern aus Tschechien kommen. So war ich nicht nur ein Junge, sondern auch noch ein Kanake, eine Zigeunerin oder wie sich später nannten eine Ostblockschlampe. Aber dadurch das ich neben meiner Familie jetzt ein Hobby hatte, das ich 3 mal in der Woche ausübte, machte mir das eigentlich wenig aus. Denn beim Eishockey konnte ich meine Aggressionen, die sich durch das hänseln der anderen in mir anstauten ihren freien Lauf lassen. Ich müsste diesen Leuten, die mir damals das Leben so schwer machten, dankbar sein, denn sonst wäre ich nie eine so gute Eishockeyspielerin geworden.

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